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Brunnenreinigung am Töpfereimuseum

Anläßlich der Denkmaltage 2008 wurde am 28.08. der Brunnen am Töpfereimuseum mit Unterstützung der Feuerwehr gereinigt und dokumentiert.

Brunnen erzählen aus alter Zeit

-pa- Ochtrup. Sie hat sich die Rettung und Bewahrung des kulturellen Erbes auf die Fahne geschrieben: Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Seit Jahren schon richtet die Vereinigung am zweiten Wochenende im September den Tag des offenen Denkmals aus. Das Thema in diesem Jahr: „Vergangenheit aufgedeckt – Archäologie und Bauforschung“.Der Ochtruper Heimatverein und das Töpfereimuseum griffen dieses Motto am Sonntag auf und präsentierten neben uralten Bodenfunden auch eine Ausstellung rund um das Thema „Brunnen“. Ob aus Beton, Ziegelsteinen, Sandstein oder Holz – in Ochtrup gibt es zahlreiche solcher Wasserreservoires. Doch viele von ihnen liegen im Verborgenen, einige sind nur wenigen bekannt, andere vermutlich nicht mal entdeckt. Der Heimatverein hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Brunnen zu orten, zu katalogisieren und sie beim Amt für Denkmalschutz eintragen zu lassen.Wie gerufen kam da der „Tag des offenen Denkmals“, der den Ochtrupern die Gelegenheit gab, ihre Funde und ihr Wissen zu präsentieren. „Hier, direkt vor dem DRK-Heim, befindet sich ein alter Brunnen“, klärte Bruno Kippelt vom Heimatverein auf und wies mit dem Finger auf ein Foto. Darauf war viel zu sehen: Das DRK-Heim am Krankenhaus, ein Zaun, die Straße und ein einsamer Baum. Aber ein Brunnen? Fehlanzeige. „Natürlich nicht“, lachte Kippelt, der Baum sei ja auch direkt auf den Brunnen gepflanzt worden. Einen Einstieg gebe es noch, um den zu finden, müsse man jedoch mit dem Spaten zu Werke gehen.Brunnen dürften nicht pauschal als Denkmäler bezeichnet werden, „aber sie sind die ältesten Zeitzeugen, weil sie angelegt wurden, bevor das Haus erbaut wurde“, wusste die Leiterin des Töpfereimuseums, Anita Bender, zu berichten. Ochtrups ältester, erhaltener Brunnen sei auf dem Hof Pröpsting zu finden, der nächste unter einem Beichtstuhl in der Lambertikirche.In ihrem Museum erwarteten den Besucher etliche Bodenfunde aus Keramik, die – was gerade für Ochtrup wichtig ist – beweisen, dass auch schon vor 500 Jahren in Ochtrup getöpfert wurde. Draußen auf der Wiese konnte sich der Nachwuchs in Archäologie versuchen und in einem großen Sandhaufen nach Mosaikscherben suchen, um diese anschließend zusammenzusetzen.Eher außen vor blieb das Thema Archäologie in der Ochtruper Bergwindmühle, die am Wochenende offen stand, jedoch ihren 160. Geburtstag feierte, und im Stift Langenhorst. Beide Bauten hatten ihre Pforten jedoch für Besucher geöffnet, boten Führungen durch ihr Innerstes an und mussten dank des sonnigen Wetters, mit einem enormen Andrang wissensdurstiger Gäste fertig werden.

Dienstag, 16. September 2008  |  Quelle: Tageblatt für den Kreis Steinfurt (Ochtrup)

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