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Ochtruper Wegekreuze

Denkmale

Bruno Kippelt ist in Ochtrup unterwegs, um die Entstehungsgeschichten der Wegekreuze aufzuschreiben. Kennen Sie eine Geschichte zu einer Station? Wir würden gerne mit Ihnen Kontakt aufnehmen. Telefon: 02553/98681(bitte keine Werbung)

 

Die Denkmale der drei Ochtruper Bauernschaften Weiner, Wester und Oster habe ich nun erforscht. Ihre Geschichten wurden jeweils in den Bauernschaften präsentiert.

Mein nächstes Ziel ist der Ortsteil Langenhorst. Die meisten Geschichten der Denkmale sind mir bekannt, jetzt geht es darum, sie auf ihre Genauigkeit zu überprüfen und dann in einer Veranstaltung zu präsentieren.


Radtour zu den Wegekreuzen

Ortsgeschichte erfahren

 


Da waren sie noch trocken: Bruno Kippelt (r.) radelte mit einer Gruppe von Heimatfreunden die Wegekreuze in Langenhorst ab. Als der Regen immer stärker wurde, musste er die Tour jedoch abkürzen.Foto:
(Anne Steven)

 

 

Ochtrup - Seit einigen Jahren schon beschäftigt sich Bruno Kippelt mit der Geschichte der Wegekreuze in Ochtrup. Bisher abgeschlossen hat er seine Recherchen zu den Wegekreuzen in den Bauerschaften Weiner, Wester und Oster. Am Samstag präsentierte er im Rahmen einer Radtour des Heimatvereins Interessierten die Geschichte der Wegekreuze in Langenhorst.


Trotz des angekündigten Regens und kühler Temperaturen starteten 15 Teilnehmer am Stüwwenkopp in Richtung Langenhorst. Zum Auftakt war ihnen Petrus noch wohlgesonnen. Mit dicken schwarzen Wolken im Nacken, aber trockenen Fußes erreichten sie die erste Station am Felderhook. Dort wartete der Heilige Josef. Bis Ende der 1940er-Jahre stand die Statue, die den Heiligen mit dem Christusknaben und einem blühenden Zweig zeigt, noch auf dem Hof Niehof (heute Eilert), über den in früheren Jahren der Prozessionsweg an Fronleichnam verlief. Warum die Statue letztlich versetzt wurde, ist nicht mehr ganz nachzuvollziehen. Es ranken sich aber einige Geschichten um die Versetzung der Andachtsstätte. Fakt ist, seit der Umsetzung kümmert sich die Nachbarschaft Felderhook um die Pflege des Bildstocks, der vermutlich aus dem frühen 20. Jahrhundert stammt.

Mit einsetzendem Regen machte sich die Radlertruppe schließlich auf den Weg zur Marienstatur am Landgasthaus Althoff. „Die Mutter Gottes hat früher mal in Richtung Kirche geschaut“, erzählte Burkhard Schulze-Elshoff. Der Langenhorster unterstützte Kippelt an dem Tag und wusste auch noch die eine oder andere Geschichte zu den Wegekreuzen zu erzählen. Heute schaut die Marienstatur in Richtung Straße. Schulze-Elshoff erinnert sich, dass sich auf der Speisekarte im Landgasthaus Althoff ein Bild befindet, auf dem die alte Ausrichtung der Figur noch zu sehen ist. Für die Radler ging die Tour weiter über die Hauptstraße in Richtung Welbergen. Direkt hinter der Vechtebrücke steht das Kreuz Schepers. Dem Abstecher nach Welbergen folgte die Rückkehr nach Langenhorst über den Steenkamp. Im Anschluss an die Besichtigung des Kreuzes Hagemann machte die Truppe Halt und erkundete zu Fuß die Figur des Heiligen Johannes an der Vechte.

Da der Regen im Laufe des Nachmittags immer stärker wurde, mussten die Radler ihre Tour durch die Geschichte der Wegekreuze an der Stelle abbrechen. Beim gemütlichen Ausklang im Landgasthof Althoff ließ es sich Kippelt nicht nehmen, auch über die letzten Stationen der Radtour - zwei Kreuze befinden sich noch auf dem Friedhof und ein Steindenkmal der Heiligen Familie steht an der Einfahrt zum Schützenweg - zu berichten.

Er wird sich auch in Zukunft weiter mit der Vergangenheit der Wegekreuze beschäftigen. So steht im nächsten Jahr die Präsentation der Rechercheergebnisse aus Welbergen auf dem Programm. Auch da will Kippelt keine trockenen Vorträge halten, sondern mit Interessierten die Wegekreuze abfahren und wieder spannende Geschichten erzählen.

VON ANNE STEVEN

 

 

10 · 10 · 11

 

 

Archiv:



URL: www.tageblatt-online.de/lokales/kreis_steinfurt/ochtrup/1735512_Radtour_zu_den_Wegekreuzen_Ortsgeschichte_erfahren.html


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Wegekreuze - Was sind das denn...

Mit einer Gruppe Mittvierziger fuhr Bruno Kippelt die von ihm ausgearbeitete Fahrradtour Wester ab.Kommentare:

"Da bin ich schon oft vorbeigefahren und habe nie die Denkmale gesehen".

"Wie schön gepflegt das hier aussieht, obwohl wir gar nicht angemeldet sind"

"Die Familie war supergastfreundlich. Hätte ich nicht gedacht"

"Und dann haben sie uns noch einen Holunderschnaps angeboten. Selbsgemacht. Lecker."

"Jetzt kenne ich die Hintergründe zu den Denkmälern. Ich hätte nicht gedacht, das mich das Thema so berührt. Es war richtig klasse."

"Können wir so eine Tour für die anderen Gebiete wiederholen?"


Kippelt: "Es hat mich sehr gefreut, Heimatgeschichte so lebendig zu vermitteln. Vielen Dank"

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